130. DV ist bereits Geschichte

333 Anwesende, 3 neue Ehrenmitglieder, 3 hauchdünne Abstimmungsresultate in Ehrendingen.

333 Anwesende, 3 neue Ehrenmitglieder, 3 hauchdünne Abstimmungsresultate am 3. Dezember an der 130. Delegiertenversammlung des Aargauischen Musikverbandes in Ehrendingen.

264 Delegierte und viele Ehrengäste durfte Kantonalpräsident Kurt Obrist kurz nach neun Uhr in der Mehrzweckhalle von Ehrendingen begrüssen. Der gastgebende Verein, MG Ehrendingen, umrahmte zuvor das Eintreffen der Teilnehmer sowie die Ehrung der verstorbenen Mitglieder.

Ehrengast Regierungsrat Alex Hürzeler zitierte in seinen Grussworten den griechischen Philosophen Aristoteles: «Im Wesen der Musik liegt es Freude zu bereiten». Gelder von Swisslos erfreuen auch immer wieder Blasmusikprojekte in unserem Kanton.

Das budgetierte Minus konnte in der Rechnung 2015/16 in einen kleinen Gewinn von rund Fr. 800 umgewandelt werden. Geplante Zusatzauslagen u.a. für die Ausbildung und markante Beträge für neue und nachhaltige PR-Massnahmen lassen das Budget 2016/17 nochmals mit einem Minusbetrag verabschieden. Nicht zu vernachlässigen sind leider Mitgliederrückgänge, welche auch auf die Einnahmen drücken.

Aargauisches Musikfest 2018 wirft seine Schatten voraus «Ohren auf» als Motto des Musikfests in Laufenburg - mit den drei Organisatoren Stadtmusik Laufenburg und Musikgesellschaften Sulz und Kaisten - zeigt schon jetzt, dass in 1 ½ Jahren die Vereine und die Bevölkerung viel tolle Musik zeigen und hören wird. Ein angepasstes Parademusik-Reglement wurde präsentiert und durch die Delegierten angenommen.

Bereits nächstes Jahr sind drei Musiktage (Tägerig, Wittnau, Gansingen) sowie ein Jugendmusiktag in Küttigen-Biberstein auf dem blasmusikalischen Kalender.

«Aargauer Musikant» kommt doch nicht direkt zum Mitglied

Vorstands-Kommunikationsleiter André Keller präsentierte den Antrag des Vorstandes, das Verbandsorgan, den «Aargauer Musikant», als Zeitung gedruckt sowie auch mit Online-Angeboten allen knapp 5000 Mitgliedern direkt zu versenden, um einen raschen und direkten Kommunikationsweg zu schaffen. Die Zusatzkosten sollten durch einen jährlichen Beitrag der Vereine von Fr. 125 ausgeglichen werden; als Gegenleistung hätte jeder Verein ein Inserat gratis zugute. Die Versammlung debattierte intensiv über dieses Vorhaben. Nachdem eine Erstabstimmung mehr Ja-Stimmen, aber kein absolutes Mehr ergab, hat eine Zweitabstimmung noch Delegierte umgestimmt und so das grosse Projekt des Verbandes zum Scheitern gebracht. Enttäuschung der Projektverantwortlichen waren spürbar, denn man investierte viel im Vorfeld und dieser Ausbau wäre Mittelpunkt der geplanten PR-Aktivitäten gewesen. Dennoch werden 2017 diverse PR-Massnahmen folgen.

Ehrenmitglieder mit grossem Applaus ernannt

Die beiden «Karis» - Kari Gruber und Kari Peterhans - traten nach beachtlichen 25 resp. 15 Jahren als Rechnungsrevisor zurück. Als Dank für die geleistete Arbeit wurden beiden die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Vizepräsidentin Michèle Peter konnte mit treffenden Worten die Arbeit von Kantonalpräsident Kurt Obrist umschreiben und jedes Vorstandsmitglied überreichte Obrist ein kleines, passendes Geschenk. Der Vorschlag, den amtierenden Präsidenten nach 10 Jahren Vorstand auch zum Ehrenmitglied zu ernennen, wurde mit langem Applaus bestätigt. Für die beiden freien Revisorenämter durften Monika Bur und Sandra Huber gewählt werden.

Die seit wenigen Monaten im Amt arbeitende Kurschefin Karin Wäfler orientierte über die regelmässigen Aus- und Weiterbildungskurse für Bläser und Dirigenten und Jugendmusik Aargau-Präsidentin Michèle Peter konnte mit grosser Freude das neugeschaffene Projektorchester «Junge Bläserphilharmonie Aargau» ankündigen. Dieses Orchester wird u.a. am Welt-Jugendmusik-Festival 2017 in Zürich in der 1. Klasse teilnehmen. Oberst Philip Wagner, Chef Kompetenzzentrum Militärmusik, sprach über die Wichtigkeit des «kollektiven Musikerlebnisses» und über die Schwierigkeiten, mit welchen Militär- wie Vereins-Blasmusik zu arbeiten haben, aber auch über die gute Zusammenarbeit mit dem Verband. Er liess es sich nicht nehmen, die Namen der 14 neuen Aargauer Militärmusiker zu nennen.

Nach über dreieinhalb Stunden Versammlung wurde beim Apéro nochmals eingehend über den abgelehnten Antrag diskutiert.

André Keller

andre.keller@aarg-musikverband.ch

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