Aargau & Tirol in Concert

Die Junge Bläserphilharmonie konzertierte gemeinsam mit la.sinfonica im Kultur- und Kongresshaus in Aarau. Den Zuhörerinnen und Zuhörern wurde ein Konzert der Extraklasse präsentiert. Nebst kräftigem Applaus äusserte das Publikum seine Bewunderung mit einer Standing Ovation – einer der vielen Hühnerhautmomente des Konzertabends am 8. September 2018.

Das Projekt 2018

Die Junge Bläserphilharmonie entschied sich nach dem tollen ersten Projekt im Jahr 2017 mit der Teilnahme am Welt Jugendmusik Festival in Zürich zum zweiten Projekt im 2018. Von Beginn an war klar, dass es im zweiten Projekt ein öffentliches Konzert ohne Wettbewerbsrahmen geben soll und dank dem Kontakt unseres Dirigenten, Markus Steimen, mit Stefan Köhle, welcher la.sinfonica leitet, wurde diese Kooperation sehr bald definitiv. Der Kanton Aargau und das Tirol konzertieren je alleine und zusammen im Aargau und im Tirol. So wurde das Projekt im Frühling 2018 ausgeschrieben und es trafen wiederum sehr viele Anmeldungen von engagierten, motivierten und musikalischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein. Die Formation 2018 besteht aus 58 Teilnehmenden, welche zwischen 13 und 27 Jahre alt sind. Viele Teilnehmende waren beim Projekt im 2017 bereits mit dabei, doch es sind auch viele Gesichter das erste Mal Teil des Projekts JBPA.

Ein grosser Dank

Ein solch tolles und einzigartiges Projekt ist ohne die finanzielle Unterstützung von Sponsoren nicht möglich. Auch für das Projekt 2018 durften wir auf die Unterstützung vieler Institutionen und Organisationen zählen, welche uns nebst grosszügigen finanziellen Mitteln auch Probelokale, Zwischenverpflegungs-Zustupf und Schlagzeugmaterial zur Verfügung stellten. Wir möchten uns bei allen Sponsoren recht herzlich bedanken und freuen uns darauf, wenn wir auf Ihre Unterstützung für dieses tolle Jugendprojekt auch in einem weiteren Jahr zählen dürfen!

Der Konzertabend

Eröffnet wurde der Konzertabend am Samstag, 8. September 2018, pünktlich um 20:00 Uhr von unseren Gästen
la.sinfonica aus dem Tirol. Sie eröffneten das musikalische Programm mit «Signature» von Jan van der Roost. Ein Werk, welches die Unterschrift, symbolisch dastehend für das Wiedererkennbare, gut präsentierte. Das Stück eignete sich perfekt für die Eröffnung des tollen Konzertabends. Unter der Leitung von Stefan Köhle gab der österreichische Klangkörper dann «Concerto for Clarinet Nr. 1» von Oscar Navarro zum Besten. Der Solist Manuel Witch brillierte und zeigte dem Publikum gekonnt, welchen Tonumfang eine Klarinette hat und faszinierte mit technischen Spezialitäten und erntete dafür sehr grossen Applaus und Jubel vom Publikum im Kultur- & Kongresshaus Aarau. Vor der Aufführung des Werks «October» von Eric Whitacre erläuterte die österreichische Moderatorin, Vanessa, im charmanten Tiroler Dialekt, dass der Komponist in diesem Werk den Monat Oktober und dadurch auch den Herbst vertonte und la.sinfonica stimmte uns perfekt auf die folgende Jahreszeit ein. Der erste Konzertteil wurde vom österreichischen Bezirksjugendblasorchester des Bezirks Landeck mit «Pulchinello» von Alfred Reed beendet. Darin wurden die ganzen Facetten eines  Blasorchesters gekonnt ins Licht gesetzt und die Freude der Musizierenden sprang regelrecht auf das Publikum über.

Nach der Pause eröffnete die Junge Bläserphilharmonie Aargau den zweiten Konzertteil mit «Faravista» von
Stijn Aertgeerts. Das Moderationsduo, Dominic und Cynthia, begrüssten die Zuhörenden mit holländischen Worten, da der Komponist von Faravista aus dem holländisch sprechenden Teil Belgiens stammt. Darauf folgte das Hauptwerk der Aargauer «1405: Der Brand von Bern». Dieses Werk handelt von der Geschichte des Brandes von Bern im Jahre 1405 und wurde vom Schweizer Komponisten Mario Bürki komponiert. Das Publikum erlebte mit, wie man sich der Stadt Bern näherte, Vogelgezwitschter ertönte, ein Specht hämmerte in einen Baumstamm. Das fröhliche und friedliche Leben im Zentrum der Stadt wurde musikalisch perfekt inszeniert. Auf dem Marktplatz lachten Menschen, es wurde zugeprostet, ein Schmiede hämmerte ein Eisen und viel Heiterkeit und Unbeschwertheit war spürbar. Doch das Knistern des Feuers wurde immer präsenter und bedrohlicher. Ein grosser Teil der Stadt brannte nieder und nur die Aare setze dem Feuer eine Grenze. Doch wo ein Ende ist, folgt auch ein Neuanfang – der Wiederaufbau der Stadt Bern. Die JBPA berührte mit seiner Aufführung des Werks «1405: Der Brand von Bern» die Zuhörerherzen. Nach dem darauffolgenden ruhigen und stimmungsvollen «Lullaby» von Chris Sharp folgte das von Manabu Yato komponierte Stück «March Sky Blue Dream». Das letzte Werk der Jungen Bläserphilharmonie war das von Paul Lovatt-Cooper komponierte Werk «Where Eagles Sing». Paul Lovatt-Cooper liess sich dafür von einer Falken und Raubvogelflugshow inspirieren und komponierte tolle Adler-Musik. Die JBPA präsentierte dieses Werk so präzise, dass nur wenig Vorstellungskraft notwendig war, um die Falken und Raubvögel im KuK kreisen zu sehen. Das Publikum belohnte die unglaubliche Leistung der Jugendlichen mit einer Standing Ovation – ein berührender Moment.

Auf der Bühne des KuK gesellten sich zu den 58 Teilnehmenden des Projekts Junge Bläserphilharmonie Aargau alle 57 Teilnehmenden von la.sinfonica. Gemeinsam wurde unter der Leitung von Markus Steimen das Werk «Celebrations» und unter der Leitung von Stefan Köhle «la primitiva» präsentiert. Ein unglaublich tolles Bild bot sich den Zuhörenden: 115 engagierte, talentierte und motivierte Jugendliche aus dem Aargau und dem Tirol vereint auf einer Bühne. Aber nicht nur die Augen staunten, denn die Präsentation der beiden Stücke war ein weiterer musikalischer Höhepunkt des Konzertabends, welcher wiederum mit einer tollen Standing Ovation belohnt wurde!

Die Zukunft

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Jungen Bläserphilharmonie Aargau sowie das Organisationsteam sind gewillt auch für das Jahr 2019 wiederum ein Projekt zu lancieren. Wie sich das Projekt genau gestalten wird und wann es stattfinden wird, ist momentan noch in der Ausarbeitungsphase. Wir freuen uns jedoch bereits jetzt auf weitere Hühnerhautmomente mit der JBPA!

Michèle Peter

michele.peter@aarg-musikverband.ch

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