Lagerbericht AJBB 2020

Vom 4. bis zum 10. Oktober fand – wie jedes Jahr – die Lagerwoche der Aargauer Jugend Brass Band statt. Natürlich. Nun ja, mittlerweile haben alle herausgefunden, dass solche Projekte keine Selbstverständlichkeit sind. Es bedurfte eines ausserordentlich grossen Aufwands von Vorstand und Musikkommission, dass trotz aller Widrigkeiten ein Lager stattfinden konnte. Mit einem umfassenden Schutzkonzept wurde dabei für die Sicherheit der Teilnehmer gesorgt. Somit konnte am Sonntag nach dem Eintreffen aller Jugendlichen bereits mit vollem Elan an den Stücken geübt werden. Für die musikalische Leitung zeigte sich dieses Jahr Gian Stecher verantwortlich. Von Anfang an konnte er mit einer mitreissenden, aber doch kritischen und fordernden Art die jungen Musikantinnen und Musikanten motivieren, sich in den Proben konzentriert den Stücken zu widmen. Das diesjährige Abschlusskonzert war für den Freitag geplant und somit blieb nicht viel Zeit, um sich mit der Literatur vertraut zu machen. In den Registerproben konnten alle vom reichhaltigen Wissen der Registerlehrer profitieren. Es wurden nicht nur die anspruchsvollen Stellen aus dem Konzertprogramm geübt, sondern auch mit Grundlagenübungen weitere Fähigkeiten auf dem Instrument vermittelt. Damit die Woche nicht zu eintönig wurde, waren immer wieder auch einige Abwechslungen eingeplant. So konnten wir gleich am ersten Tag an einem Stimmbildungsworkshop teilnehmen und durften am Dienstag ein Konzert der Registerleiter geniessen. Der sonst immer montags stattfindende Besuchsabend konnte aus aktuellem Anlass aber nicht durchgeführt werden.

Im AJBB-Lager wird auch immer viel Wert auf das Beisammensein und das Pflegen der Freundschaften gelegt. Jedes Jahr lernt man neue Leute aus verschiedensten Regionen des Kantons kennen oder trifft alte Bekannte wieder. Beim Spiele spielen oder dem Töggeliturnier konnte ein guter Ausgleich zur Probearbeit gefunden werden.

Am Freitag herrschte wie jedes Jahr schon am Morgen Aufbruchsstimmung. Wir hielten noch eine letzte Probe ab, bevor das Percussionsmaterial und unser Gepäck verladen wurden. Das Abschlusskonzert fand in Birmenstorf statt, da die dortige Turnhalle gross genug ist, um einen corona-konformen Anlass zu organisieren. Die Vorfreude auf das Konzert war allen spürbar anzumerken. Zurzeit gibt es nur wenige Auftritte und so war es umso schöner, das in diesem Lager Erarbeitete dem Publikum zu präsentieren. Zudem wurde ein Livestream über Facebook organisiert, damit Interessierte auch von Zuhause aus zuhören konnten. Im gut einstündigen Auftritt waren einige Highlights enthalten: Unser rhythmisch anspruchsvolles Hauptstück «Turris Fortissima», das begeisternde Es-Horn Solo «Capriccio Brillante» - gespielt von Fiona Näf - oder die mit diversen Soli gespickte Nummer «Jubilance».

Schlussendlich verabschiedeten sich alle zufrieden nach dieser tollen Lagerwoche voller Musik. Es hat gut getan, wieder einmal Zeit unter Gleichgesinnten zu verbringen und den Wert von Musik, verbunden mit der Kollegialität in der Band, neu schätzen zu lernen.

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