SBV-Coronavirus-NEWS Nr. 10

Die Vereinsleitungen wurden mit folgendem Schreiben über den aktuellen Stand informiert. Gerne publizieren wir nun auch auszugsweise die neusten Informationen des Schweizer Blasmusikverbandes (SBV) zum Umgang mit dem Coronavirus vom 9. Juni 2020:

Detailliertes Schutzkonzept

Wie bereits in einem früheren Newsletter dargelegt, beschlossen der Schweizerische Bühnenverband, der Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe und orchester.ch eine Fachgruppe zu bilden. Zusammen mit Fachspezialisten und Arbeitsärzten erarbeiteten die Fachgruppen ein für die gesamte Musikvereins-/ Orchester-/ Veranstaltungsbranche anwendbares Schutzkonzept. Seit Ende Mai liegt das Konzept vor. Es umfasst nebst generellen Schutzmassnahmen auch konkrete Anweisungen zu allen wesentlichen Arbeits- schritten, wie Auf- und Abbau sowie Probebetrieb. Wir haben geprüft, welche Teile aus dem uns freundlicherweise zur Verfügung gestellten Schutzkonzept für unsere Mitglieder relevant sein könnten und haben diese Teile im Einvernehmen mit den Urhebern zusammengetragen und redigiert. Zusätzlich zu Merkblatt und Piktogramm-Blatt können wir unseren Mitgliedern nun noch folgende Dokumente anbieten:

  • Schutzkonzept detailliert
    Ein umfassendes Konzept, aus welchem die einzelnen Vereine das he- rausnehmen können, was ihnen auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten als relevant erscheint. Um den Überblick zu behalten, haben wir die Titel der unseres Erachtens für alle Vereine relevanten Abschnitte mit einem grünen Balken versehen. Nicht erschrecken, es ist wirklich sehr detailliert...!
  • Schutzkonzept Zusammenfassung
    Aus dem detaillierten Konzept sind hier die unseres Erachtens für unsere Vereine möglicherweise massgebenden Information zu den Schutzmassnahmen zusammen gezogen.
    Die Dokumente sind auf der Webseite des SBV herunterladbar. Es geht in diesen Dokumenten um den Probenbetrieb. Zwischenzeitlich hat das Bundesamt für Gesundheit BAG ein Rahmenschutzkonzept für öffentliche Veranstaltungen publiziert. Daraus lassen sich auch wertvolle Erkenntnisse für den Probenbetrieb gewinnen.

Der Bund verlangt zwar Schutzkonzepte, er verlangt aber nicht, dass diese genehmigt werden. Es kann aber durchaus sein, dass den Vermietern von Probelokalen oder anderen Räumen ein Schutzkonzept vorgelegt werden muss. Es gibt zugegebenermassen an Vieles zu denken und die Verantwortung ist hoch. Warum also nicht zum Beispiel vorderhand nur mit Registerproben starten anstatt bereits den ganzen Probenbetrieb hochzufahren?

Abstandsregel
Ein grosses Thema im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der erlaubtenVereinstätigkeiten ist die Abstandsregel. Der Bund empfiehlt generell 2 m Abstand lässt aber bei Musikproben oder Veranstaltungen einen Abstand von 1 m zwischen den Stühlen zu, weshalb wir diese Empfehlung übernommen haben.

Es ist nirgendwo geregelt, wie der Abstand zu messen ist. Im Sinne des Verordnungsgebers und in epidemiologischer Hinsicht wird dieser Abstand aber wohl so auszulegen sein, dass jedenfalls zumindest von Aussenkante zu Aussenkante, nicht von Körpermitte zu Körpermitte zu messen ist. Die Kurzformel lautet, dass immer ein Freiraum zwischen 2 Personen gegeben sein muss. Berührungskontakte mit anderen Personen (Händeschütteln, Umarmen etc.) sind zu vermeiden.

Der COVID-Verantwortliche des Vereins hat die Mitglieder des Vereins über die mögliche oder sichere Unterschreitung der Abstandsregel zu informieren. Er hat die Mitglieder darauf hinzuweisen, dass es für sie allenfalls zu einer Quarantäne kommen kann, wenn es während der Vereinsaktivität enge Kontakte mit COVID-19-Erkrankten gab. Enge Kontakte müssen auf Aufforderung der kantonalen Gesundheitsbehörde durch den Verein während 14 Tagen nach der Probe ausgewiesen werden können.

Weiterführende Informationen und die vollständigen SBV-Newsletter:

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